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  • 09.02.2016 · Fachbeitrag · Antidepressiva

    Autismus: Risiko bei in-utero-Exposition zu Antidepressiva erhöht?

    | Eine Registerstudie in Kanada mit Daten zu allen Schwangerschaften in der Region Quebec in den Jahren 1998 bis 2009 unterstützt die These, dass eine Exposition zu Antidepressiva im Mutterleib das Autismus-Risiko des Kindes erhöhen könnte. Ein Hinweis mit einer Verdopplung des Erkrankungsrisikos wurde insbesondere bei Einnahme von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) im zweiten und dritten Trimenon ausgemacht. Ausgewertet wurden die Daten von rund 145.000 termingerechten Einzelgeburten. Etwa 3 % der Kinder waren in-utero Antidepressiva exponiert, in der Mehrzahl während des ersten Trimenons. Während der Follow-up-Zeit bis zum Alter der Kinder von im Durchschnitt sechs Jahren betrug die Prävalenz von Autimus-Erkrankungen knapp 1 %. Gehäuft traten die Erkrankungen bei Kindern mit einer Exposition im zweiten oder dritten Trimenon auf mit einer Risikoerhöhung von 90 %. Bei einer Exposition zu SSRI war das Risiko mehr als verdoppelt. Auch nach Berücksichtigung des möglichen Einflussfaktors Depression der Mutter blieb der Zusammenhang konstant. |