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  • ·Fachbeitrag ·Luftverschmutzung

    Feinstaub: unterschätzter vaskulärer Risikofaktor

    Die Feinstaubbelastung in Städten ist möglicherweise noch weit gesundheitsschädlicher als gedacht. Gut dokumentiert ist der schädliche Einfluss von Feinstaub, insbesondere der kleinsten Partikel mit einem Durchmesser < 2,5 µm (PM2,5), auf Atemwege und Herz-Kreislauf-System. Aktuelle Daten weisen jetzt darauf hin, dass bereits bei moderat erhöhter Feinstaubbelastung die Risiken für Schlagfälle und kognitive Defizite erhöht sind.

     

    In der einen Studie wurden Daten von rund 1.700 US-Patienten aus der Region Boston mit ischämischen Schlaganfall analysiert. Nach einer 24 Stunden-Periode mit als „moderat“ klassifizierter Feinstaubbelastung (PM2,5 15-40 µg/m3 ‒ in Deutschland soll ein Grenzwert von 25 µg/m3 nicht überschritten werden) war das Schlaganfallrisiko um 34 % erhöht ‒ im Vergleich zu einer Belastung ≤ 15 µg/m3. Am stärksten stieg das Schlaganfallrisiko innerhalb von 12-14 Stunden nach Zunahme der Feinstaubbelastung und den größten Einfluss hatten verkehrsbezogene Partikel wie Dieselruß und Stickstoffdioxid. In der zweiten Studie bei mehr als 19.000 Frauen im Alter von 70 bis 81 Jahren korrelierte eine langfristig erhöhte Feinstaubbelastung mit PM2,5- wie auch mit PM2,5-10-Partikeln mit einem beschleunigten Abfall der kognitiven Leistungsfähigkeit. Eine Zunahme der Belastung um 10 µg/m3 entsprach hinsichtlich der kognitiven Leistungseinbußen einer Alterszunahme um rund zwei Jahre.

     

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