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·Article ·Therapiesicherheit

Bei schwerer Niereninsuffizienz ist Metformin-Therapie mit erhöhter Mortalität verbunden

Das Antidiabetikum Metformin darf seit kurzem bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkungen bis zu einer Kreatinin-Clearance ≥ 45 ml/min eingesetzt werden. Aber unter anderem wegen des möglichen Risikos einer Laktazidose ist auch bei Patienten mit milden bis mittelgradigen Nierenfunktionseinschränkungen Vorsicht angebracht. In einer Studie aus Taiwan wurde jetzt belegt, dass bei Patienten mit fortgeschrittener Nierenerkrankung (Stadium V, Serumkreatinin > 530 µmol/L) unter einer Therapie mit Metformin die Mortalität erhöht ist. In der Multivarianz-Analyse erwies sich der Einsatz von Metformin als unabhängiger Risikofaktor für einen vorzeitigen Tod mit einer relativen Erhöhung des Sterberisikos um 35 %. Die Risikoerhöhung war dosisabhängig. Im Verlauf von zwei Jahren waren mehr als die Hälfte der rund 800 Metformin-Anwender gestorben im Vergleich zu 41 % in der Gruppe ohne Metformin-Therapie (n=2.439). Das Risiko für eine metabolische Azidose war allerdings in der Metformin-Gruppe nur tendenziell erhöht (1,6 versus 1,3 pro 100 Patientenjahre p=0,19).

 

Quelle

  • Hung SC et al.: Metformin use and mortality in patients with advanced chronic kidney disease: national, retrospective, observational, cohort study. Lancet Diab & Endocrinol 2015, published online June 17

 

Abstract

Quelle: Ausgabe 08 / 2015 | Seite 7 | ID 43511128