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  • 03.06.2016 · Fachbeitrag · Studienkritik

    Schnitten Biologika in RA-Studien wegen zu niedriger MTX-Dosis zu gut ab?

    | Bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) ist die bessere Wirksamkeit von Biologika im Vergleich zu einer Monotherapie mit Methotrexat (MTX) in vielen Studien gut dokumentiert. In einem aktuellen Review von 13 Studien stellen jetzt die Autoren eine interessante These auf: Die Ergebnisse für die Biologika-Gruppe seien auch deshalb so gut, weil die Vergleichsgruppen mit niedrigeren MTX-Dosen als empfohlen behandelt worden seien. Empfohlen werde eine Auftitrierung bis zu einer Dosis von 25 mg/Woche, die Dosis lag aber in allen Studien bei höchstens 20 mg/Woche, in der einzigen Studie mit parenteraler MTX-Gabe sogar nur bei maximal 15 mg/Woche. Einer Verfälschung der Studiendaten zugunsten von Biologika infolge einer MTX-Unterdosierung widerspricht Joel Kremer aus New York im Studienkommentar allerdings deutlich: Es gebe keine Belege dafür, dass eine Erhöhung der MTX-Dosis von 20 auf 25 mg/Woche mehr Nutzen als Schaden bringe. Zudem sei die Empfehlung einer wöchentlichen MTX-Dosis von möglichst 25 – 30 mg/Woche aus dem Jahr 2009 eher eine Expertenmeinung als eine durch Studien abgesicherte Erkenntnis. |