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  • ·Fachbeitrag ·Prostatakrebsvorsorge

    Bei Männern unter 40 und ab 70 Jahren sollte auf ein PSA-Screening verzichtet werden

    Über Nutzen und Risiken eines Prostatakrebs-Screenings per PSA-Test wird nach wie vor gestritten. In den USA haben jetzt die urologische Fachgesellschaft AUA und der Hausärzteverband ACP in vielen Punkten übereinstimmende Empfehlungen herausgegeben.

     

    Die AUA ist gegen ein PSA-Screening bei Männern im Alter unter 40 Jahren, die ACP gegen ein PSA-Screening bei Männern unter 50 Jahren mit durchschnittlichem Risiko für Prostatakrebs. Bei jüngeren Männern sei die Prävalenz eines klinisch nachweisbaren Prostatakarzinoms gering und es gebe keine Belege für den Nutzen eines Screenings.Beide Organisationen plädieren auch gegen PSA-Tests bei Männern ab 70 Jahre bzw. mit einer Lebenserwartung von weniger als 10 bis 15 Jahre. Die Risiken des Tests überwögen bei solchen Patienten den potenziellen Nutzen.

     

    Die AUA spricht sich auch gegen ein Routine-Screening bei Männern zwischen 40 und 54 Jahren mit durchschnittlichem Risiko aus. Infrage kämen PSA-Tests vor allem bei Männern zwischen 55 und 69 Jahren. Es sollten aber nach Beratung auch die Patientenpräferenzen berücksichtigt werden. Die ACP teilt diese Ansicht, hält aber ein Screening in der Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen für berechtigt. Nach Angaben der AUA wird durch ein PSA-Screening von 1.000 Männern zwischen 55 und 69 Jahren ein Prostatakrebs­todesfall im Verlauf eines Jahrzehntes verhindert. Größter Nachteil des PSA-Screenings ist die Überdiagnostik. Deshalb empfiehlt die AUA bei einer Pro-Entscheidung anstelle von jährlichen Bluttests ein Screening höchstens alle zwei Jahre.