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  • · Fachbeitrag · Prävention

    Zigaretten am frühen Morgen erhöhen das Krebsrisiko

    Raucher, die bereits kurz nach dem Aufstehen ihre erste Zigarette rauchen, haben nach dem Ergebnis von zwei aktuellen Fall-Kontroll-Studien in den USA ein höheres Krebsrisiko als Raucher, die später am Tag zu rauchen beginnen ‒ selbst wenn sie über den gesamten Tag gesehen die gleiche Zahl von Zigaretten konsumieren. Sowohl das Risiko für Lungenkrebs als auch für Tumoren im Kopf-Hals-Bereich ist nach den Daten bei insgesamt fast 9.500 Rauchern erhöht, darunter 4.775 Patienten mit Lungenkrebs und 1.055 mit Kopf-Hals-Tumoren. Bei Personen, die innerhalb von 30 Minuten nach dem Aufstehen zur ersten Zigarette griffen, war das Risiko für einen Lungentumor um 80% und für einen Kopf-Hals-Tumor um 60% erhöht; bei Personen, die innerhalb von 30 bis 60 Minuten die erste Zigarette anzündeten, war das Risiko für diese Tumoren immer noch um 31% bzw. 42% höher als bei Rauchern, die später als eine Stunde nach dem Aufstehen zur ersten Zigarette griffen. „Zigarettenrauchen kurz nach dem Aufstehen ist ein Zeichen einer besonders hohen Nikotinabhängigkeit“, erklärt Studienleiter Steven Stellman aus New York die Befunde. „Diese Raucher haben in der Regel höhere Nikotinspiegel und möglicherweise auch mehr andere Toxine aus Zigaretten im Körper.“

     

    Quellen

    • Stellman S et al.: Nicotine dependence phenotype, time to first cigarette, and risk of head and neck cancer. Cancer 2011, published online August 8