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·Fachbeitrag ·Polymyalgia rheumatica (PMR)

Neue Klassifikationskriterien für PMR

Eine Arbeitsgruppe der European League against Rheumatism (EULAR) und ders American College of Rheumatism (ACR) hat einen Scoring-Algorithmus entwickelt, der die frühzeitige Identifizierung von Patienten mit Polymyalgia rheumatica (PMR) erleichtern soll.

 

Dazu wurde die Symptomatik von 128 Patienten mit neu diagnostizierter PMR (obligate Kriteren: Alter über 50 Jahre, beidseitige Schulterschmerzen und erhöhte BSG bzw. CRP) verglichen mit der von 184 Patienten mit PMR-ähnlichen Beschwerden aufgrund anderer Ursachen (etwa Rheumatoide Arthritis oder Rotatorenmanschettensyndrom). Folgender Scoring-Algorithmus wurde aufgestellt:

  • Morgensteifigkeit > 45 Minuten (2 Punkte).
  • Hüftschmerz oder eingeschränkte Beweglichkeit der Hüfte (1 Punkt).
  • Rheumafaktor-negativ bzw. keine Antikörper gegen zitrullinierte Peptide (2 Punkte).
  • Keine weiteren Gelenkschmerzen außer Schulter- und Hüftschmerzen (1 Punkt).

Ein Score ≥ 4 Punkte wies mit einer Sensitivität von 68 % und einer Spezifität von 78 % auf eine PMR hin. Besonders gut ließ sich anhand dieses Scores eine PMR von nicht-entzündlich bedingten Schulterschmerzen abgrenzen, etwas schlechter eine PMR von einer rheumatoiden Arthritis.

 

Quelle

  • Dasgupta B et al.: 2012 Provisional classification criteria for polymyalgia rheumatica: A European League Against Rheumatism/American College of Rheumatology collaborative initiative. Arthritis & Rheumatism 2012, published online March 2

 

Abstract

Quelle: Ausgabe 06 / 2012 | Seite 10 | ID 33735190