22.07.2014 · Fachbeitrag · Nierensteine
Nierensteintherapie: Ureteroskopie deutlich effizienter als Lithotripsie
Rund 90 % aller Nierensteine werden per Stoßwellenlithotripsie (SWL) oder per minimal-invasiver Ureteroskopie entfernt. Welches Verfahren in Bezug auf die Zahl der Rezidiveingriffe im Verlauf von 120 Tagen nach dem Ersteingriff effizienter ist, haben US-Wissenschaftler retrospektiv bei rund 48.000 Patienten mit Nierensteinen untersucht. Sie wurden in den Jahren 2002 bis 2010 behandelt, 46 % mit SWL, 54 % mit Ureteroskopie. Die Rate von Rezidiveingriffen war nach Einsatz der SWL signifikant höher: 24 % der Patienten mussten innerhalb von 120 Tagen erneut behandelt werden, in der Vergleichsgruppe nur 19 %. Wurden weitere Einflussfaktoren wie hohe Qualität der Behandler berücksichtigt, betrug das Verhältnis 11 % versus 0,3 % zugunsten der Ureteroskopie. Bei der Ureteroskopie, die zudem deutlich kostengünstiger ist, wurden in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt, erklären die Forscher ihre Daten.
Möchten Sie diesen Fachbeitrag lesen?
Kostenloses MR Probeabo
0,00 €*
- Zugriff auf die neuesten Fachbeiträge und das komplette Archiv
- Viele Arbeitshilfen, Checklisten und Sonderausgaben als Download
- Nach dem Test jederzeit zum Monatsende kündbar
* Danach ab 12,75 € Monat