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  • · Fachbeitrag · Malignes Melanom

    Fallbericht: Systemischer Tumorschwund nach lokaler Melanom-Bestrahlung

    Onkologen des Memorial Sloan Kettering Krebszentrums in New York berichten über einen sehr seltenen Fall eines systemischen Tumorschwundes bei einem Patienten mit metastasiertem malignen Melanom nach lokaler Bestrahlung des Hauttumors. Der Patient, bei dem bereits die Milz und Lymphknoten von Tumorzellen befallen waren, war zuvor mit dem neuen Immuntherapeutikum Ipilimumab behandelt worden. Als sich der Primärtumor in der Nähe der Wirbelsäule ausbreitete, wurde mit einer lokalen Strahlentherapie begonnen. Unter dieser Therapie schrumpfte nicht nur das Melanom deutlich, sondern auch die Metastasen in Milz und Lymphknoten verschwanden. Vermittelt wurde dieser Effekt nach Ansicht der Onkologen vermutlich durch eine zusätzliche Stimulation des Immunsystems unter der Strahlentherapie. Nachgewiesen wurde bei dem Patienten eine Zunahme der Antikörperantwort auf Antigene wie das Tumorantigen NY-ESO-1 und der Zahl der Immunzellen im Blut. Der Patient befindet sich inzwischen seit mehr als einem Jahr nach der Strahlentherapie in einem guten Zustand. „Die Kombination einer Strahlen- mit einer Immuntherapie könnte bei fortgeschrittenem Melanom eine wertvolle Therapieoption sein“, schreiben Jedd Wolcock und seine Kollegen.

     

    Quelle

    • Wolchok J et al.: Immunologic Correlates of the Abscopal Effect in a Patient with Melanoma. N Engl J Med 2012; 366:925-931

     

    Abstract

    Quelle: Ausgabe 05 / 2012 | Seite 13 | ID 33209450