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  • ·Fachbeitrag ·Koronare Herzerkrankung

    Keine Fortschritte bei der Stammzelltherapie

    Die Stammzelltherapie zur Verbesserung der Herzfunktion bei Postinfarkt-Patienten kommt nicht so richtig voran. Aktuell sind enttäuschende Ergebnisse der LateTIMI-Studie vorgestellt worden. 87 Postinfarkt-Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion (LVEF ≤ 45 %) trotz erfolgreicher Stent-Implantation erhielten zwei bis drei Wochen nach dem Akutereignis randomisiert im Verhältnis 2:1 eine intrakoronare Infusion von autologen Knochenmarkstammzellen oder Placebo. Sechs Monate später zeigten sich bei der linksventrikulären Funktion keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Die Autoren glauben, dass der Infusionszeitpunkt ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Stammzelltherapie bei Herzpatienten ist. In den meisten bisherigen Studien wurden die Stammzellen innerhalb von sieben Tagen nach dem Akutergebnis appliziert ‒ mit uneinheitlichen Ergebnissen. Die Hoffnung, dass die Patienten von einer späteren Applikation stärker profitieren könnten, hat sich jedenfalls nicht erfüllt.

     

    QUELLE

    • Traverse JH et al.: Effect of Intracoronary Delivery of Autologous Bone Marrow Mononuclear Cells 2 to 3 Weeks Following Acute Myocardial Infarction on Left Ventricular Function. The LateTIME Randomized Trial. JAMA 2011; 306(19): 2110-2119

     

    Volltext

    Quelle: Ausgabe 01 / 2012 | Seite 4 | ID 30990110