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  • · Fachbeitrag · Hypertonie

    Cave: Bergsport treibt Blutdruck in die Höhe

    Sport in großen Höhen, sei es Wandern, Klettern oder Skifahren, ist für den Kreislauf eine Herausforderung. Zu beachten ist besonders der stetige Anstieg des systolischen Blutdrucks mit zunehmender Höhe, vor allem unter körperlicher Belastung. Für unbehandelte Hypertoniker kann dies zum Problem werden. Italienische Forscher testeten den Blutdruckverlauf bei 55 Personen mit milder Hypertonie, im Mittel 57 Jahre, auf Meereshöhe und einer Höhe über 3.200 Meter ‒ in Ruhe und auf dem Fahrradergometer. Die Hälfte der Teilnehmer war unbehandelt (Placebo), die übrigen erhielten eine antihypertensive Kombinationstherapie (Telmisartan 80 mg/Nifedipin 30 mg). Wegen eines exzessiven Anstiegs der Blutdruckwerte mussten die Belastungstests 14 Mal abgebrochen werden, meistens bei der Ergometrie in großer Höhe (10 versus 4) und bei Personen der Placebogruppe (10 versus 4). Bei zwei Personen wurde eine belastungsinduzierte Myokardischämie vermutet. Bei der Ergometrie in großer Höhe wurde außerdem eine Verringung des maximalen Sauerstoffverbrauchs um 12 % und der Belastbarkeit um 14 % festgestellt.

     

    FAZIT | Bei Hypertonikern kommt es unter Belastung in großer Höhe zu einem hypoxiebedingten verstärkten Blutdruckanstieg, resümieren die Autoren. Durch eine effiziente Therapie kann der Blutdruckanstieg begrenzt werden.

     

    Quelle