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  • 12.12.2013 · Fachbeitrag · Gastroösophagealer Reflux

    Bei Kindern mit Reflux-Symptomen geht der Therapietrend weg von der Säurehemmung

    | Bei Kindern ist gastroösophagealer Reflux (GER) ein physiologischer 
Prozess. Laut Literaturdaten zeigen bis zu 60 % aller Kinder, vor allem Kleinkinder, unspezifische Symptome eines GER wie häufiges Spucken, Heiserkeit und Husten. Wann ist GER pathologisch und wie sollte interveniert werden? Rachel Rosen, Kinderärztin am Boston‘s Children Hospital, hat die Literatur zu Diagnose und Therapie von GER bei Kindern durchforstet und kommt zu dem Fazit, dass, wenn immer möglich, zunächst auf nicht-pharmakologische Maßnahmen gesetzt werden sollte. Bei den meisten Kindern verschwänden GER-Symptome, deren Peak im Alter zwischen 4 und 15 Monate liegt, ohne Intervention. Auf eine Diagnostik zum Nachweis eines Säurerefluxes könne in der Regel verzichtet werden. Als empfehlenswerte Maßnahmen nennt die Kinderärztin Veränderungen der bevorzugten Lage des Kindes – die linke Seite sei zum Beispiel besser als die rechte –, ein Wechsel der Formuladiät oder das Andicken der Nahrung. Der Trend gehe bei sonst gesunden Kindern eindeutig weg von der säurehemmenden Therapie, betont Rosen. In Studien sei die Wirksamkeit bei Kindern nicht belegt, in einigen Untersuchungen 
hätte sich die Symptomatik sogar verschlechtert. |