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·Article ·Epidemiologie

Mehr Stress ‒ ein Grund für schlechtere Prognose von Infarkt-Patientinnen?

Psychosoziale Faktoren wie Stress und Ärger stehen zunehmend im Blickpunkt, sowohl als Trigger für einen akuten Herzinfarkt als auch als Einflussfaktoren auf die Prognose von Postinfarkt-Patienten. In einer Studie bei rund 3.500 jüngeren Überlebenden eines Herzinfarktes aus den USA, Spanien und Australien, sie waren zwischen 18 und 55 Jahre alt, wurde bei Frauen ein höherer mentaler Stresslevel dokumentiert, der die schlechtere Erholung im ersten Monat nach Infarkt erklären könnte. Der höhere Stresslevel im Vergleich zu Männern wurde zum einen durch mehr Begleiterkrankungen und einen schlechteren Gesundheitsstatus erklärt, zum anderen aber auch durch familiäre und finanzielle Probleme. Wurden diese Faktoren bei der Analyse berücksichtigt, waren die prognostischen Unterschiede deutlich geringer. Neue australische Daten, allerdings bei nur 313 Patienten, unterstreichen die Gefährdung von aufbrausenden Menschen. Nach Episoden intensiven Ärgers war das Herzinfarkt-Risiko in den folgenden zwei Stunden mehr als 8-fach erhöht.

 

Quellen

  • Xu X et al.: Sex Differences in Perceived Stress and Early Recovery in Young and Middle-Aged Patients With Acute Myocardial Infarction. Circulation 2015; 131: 614-623