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  • · Fachbeitrag · COPD

    FEV1-Wert fällt bei COPD-Kranken im Mittel um 33 ml pro Jahr

    Eine chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) schreitet kontinuierlich fort und die Lungenfunktion der Betroffenen fällt stetig. Wie stark der Abfall etwa des Einsekundenwertes (FEV1) über die Zeit ist, variiert aber von Patient zu Patient erheblich. Das hat eine prospektive Untersuchung bei mehr als 2.100 Patienten mit mittelgradiger COPD (GOLD-Stadium II) bestätigt, bei denen der Abfall des FEV1-Wertes über drei Jahre dokumentiert wurde. Im Mittel verschlechterte sich der Wert um 33 ml pro Jahr, die intraindividuellen Unterschiede betrugen aber bis zu 59 ml. Wie zu erwarten war bei aktuellen Rauchern der Abfall der FEV1 stärker als bei Nichtrauchern (um rund 20 ml pro Jahr) und bei Emphysem-Kranken fiel der Wert stärker als bei Patienten ohne Emphysem (13 ml pro Jahr). Auch bei Patienten mit reversibler Atemwegsobstruktion unter Bronchodilatatoren war der FEV1-Abfall stärker als bei Patienten ohne Reversibilität (um 17 ml pro Jahr). Bei Ex-Rauchern war der Abfall nicht stärker als bei Patienten, die nie geraucht hatten.

     

    Quelle

    • Vestbo J et al.: Changes in Forced Expiratory Volume in 1 Second over Time in COPD. N Eng J Med 2011; 365: 1184-1192

     

    Abstract

    Quelle: Ausgabe 11 / 2011 | Seite 15 | ID 29976720