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·Fachbeitrag ·Brustkrebs

Neue US-Daten wecken erneut Zweifel am Nutzen des Mammographie-Screenings

Nach Einführung des Mammographie-Screenings in den USA ist der Anteil entdeckter kleiner Brusttumore (invasive Tumoren < 2 cm oder Carcinoma in situ) von 36 % auf 68 % gestiegen und der Anteil großer Brusttumore (≥ 2 cm) von 64 % auf 32 % gefallen. Das hat ein Vergleich der Daten aus dem SEER-Programm bei Frauen ab dem Alter von 40 Jahren im Zeitraum 1975-1979 (vor Implementation eines großflächigen Screenigs) und in den Jahren 2000-2002 ergeben und war eigentlich zu erwarten. Denn das Ziel des Screenings ist es ja, Tumoren im Frühstadium zu entdecken, bevor sie metastasieren. Allerdings gehen die Autoren davon aus, dass von den 162 zusätzlichen kleinen Tumoren pro 100.000 Frauen, die durch das Screening entdeckt wurden, nur 30 tatsächlich Probleme gemacht hätten. Die übrigen 132 Fälle bei 100.000 Frauen wären also Überdiagnosen kleiner Tumoren, die nie zu klinischen Symptomen geführt hätten. Dabei gingen die Wissenschaftler davon aus, dass die Gesamtbelastung durch Brustkrebs über die Jahre stabil geblieben sei. Die Reduktion der Brustkrebs-Mortalität seit Implementation des Screening-Programms führen die Autoren in erster Linie auf Fortschritte der systemischen Therapie zurück.

 

Quelle

  • Welch G et al.: Breast-Cancer Tumor Size, Overdiagnosis, and Mammography Screening Effectiveness. N Engl J Med 2016; 375:1438-1447

 

Abstract

Quelle: Ausgabe 12 / 2016 | Seite 15 | ID 44396318