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  • · Fachbeitrag · Asthma

    Asthma-Diagnosen sind häufig nicht haltbar

    | Bei jedem dritten Patienten hielt die Diagnose einer Überprüfung nicht (mehr) stand. Bei zwei Prozent der Patienten verbargen sich andere, teils ernsthafte Erkrankungen hinter dem vermeintlichen Asthma. |

     

    Verliert sich das Asthma mit der Zeit, oder war die Diagnose nicht korrekt? Diese Frage wirft eine kanadische Studie mit über 613 Erwachsenen auf, die in den fünf Jahren zuvor die Diagnose «Asthma» erhalten hatten. Beim Überprüfen der Lungenfunktion mit Spirometrie und Metacholin-Test bestätigte sich die Diagnose bei 33 Prozent nicht. Auch bei der Nachkontrolle ein Jahr später waren 181 dieser 203 Patienten weiterhin beschwerdefrei. Initial hatten 273 Teilnehmer Medikamente gegen das (vermeintliche) Asthma genommen. Bei 71 wurden diese sukzessive abgesetzt, 68 waren auch ein Jahr später symptomfrei. In zwei Prozent der Fälle (n=12) wurden andere Erkrankungen entdeckt, die vermutlich für eine Fehldiagnose gesorgt hatten, darunter subglottische Stenosen, Sarkoidose, koronare Herzerkrankungen, Tracheobronchomalazie und pulmonaler Bluthochdruck.

     

    PRAXISHINWEIS | Aufgrund dieser Ergebnisse empfehle es sich, Asthmasymptome und -behandlung von Zeit zu Zeit zu überprüfen, raten zwei Kommentatoren.