21.01.2014 · Fachbeitrag · HIV-Infektion
HIV-Infizierte haben höheres Risiko für invasive Meningokokken-Erkrankungen
Auch in Zeiten der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) ist das Risiko für invasive Meningokokken-Erkrankungen (IMD) unter HIV-Infizierten und AIDS-Patienten deutlich erhöht. Das verdeutlichen Daten einer US-Studie bei 265 Personen aus New York im Alter von 15 bis 64 Jahren, die in den Jahren 2000 bis 2011 an IMD erkrankt waren. Unter HIV- und AIDS-Patienten war das IMD-Risiko rund zehnfach höher als in der Allgemeinbevölkerung. Die durchschnittliche jährliche Inzidenz von IMD liegt in den USA bei 0,4 Fällen pro 100.000 Personen. HIV- und AIDS-Patienten mit einer CD4 + -T-Helferzellzahl < 200/µl Serum waren mehr als fünffach häufiger von einer IMD betroffen als Patienten mit besserem Immunstatus. In Deutschland wird von der STIKO empfohlen, Patienten mit Immundefizienz gegen Meningokokken zu impfen.
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