12.12.2016 · Fachbeitrag · HIV
Im Frühstadium einer HIV-Infektion kommt es oft zu neurologischen Auffälligkeiten
Im Frühstadium einer HIV-Infektion – noch vor einer Serokonversion – sind neurologische Auffälligkeiten wie kognitive Defizite häufig. Das hat eine Studie bei 139 Neuinfizierten aus Thailand deutlich gezeigt, die bei Studieneinschluss geschätzt im Median seit 19 Tagen (3-56 Tage) mit HIV infiziert waren. 53 % der Patienten hatten in den ersten zwölf Wochen nach Diagnosestellung neurologische Befunde, darunter bei jeweils einem Drittel kognitive Symptome und motorische Auffälligkeiten und bei 11 % Neuropathien. Ein Patient entwickelte ein Guillain-Barré-Syndrom. Etwa die Hälfte aller 245 neurologischen Befunde wurden bereits bei der HIV-Diagnose festgestellt, noch vor Beginn der anitretroviralen Kombinationstherapie. 90 % der Beschwerden, die in der Regel als mild eingestuft waren, verschwanden innerhalb von einem Monat nach Therapiebeginn. Patienten mit neurologischen Symptomen hatten eine signifikant höhere Viruslast.
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