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·Fachbeitrag ·Borreliose

Zeckenbiss: Topisches Azithromycin unwirksam

| Weniger Fälle von Erythema migrans in der post-hoc Subgruppenanalyse. |

 

Topisches Azithromycin hat eine lange Halbwertszeit im Gewebe und kann auch bei Schwangeren und Kindern eingesetzt werden. In einer doppelt verblindeten, randomisierten Phase 3-Studie wurde der Effekt von 10 %-Azithromycin-Gel bei Zeckenbissen untersucht. 995 Personen wurden in die intention-to-treat Analyse einbezogen. Sie strichen nach dem Biss drei Tage lang zweimal täglich ein 10 %-Azithromycin-Gel oder Placebo auf die Stelle. Der Endpunkt - Serokonversion, Erythema migrans oder beides - war bei der Interimsanalyse in beiden Gruppen nach acht Wochen gleich häufig (2 %), worauf die Studie abgebrochen wurde. In einer Post-hoc Subgruppenanalyse (n=174) trat ein Erythema migrans im Monat nach dem Zeckenbiss in der Placebogruppe signifikant öfter auf (8 versus 2 Fälle), wobei zwei zusätzliche Fälle unter Verum erst am Tag 33 sowie am Tag 51 erschienen. Bei Mäusen hatte das Therapieprinzip funktioniert, allerdings auch, wenn das Antibiotikum auf eine entfernte Hautstelle aufgetragen wurde. Vermutlich lag dies an der systemischen Aufnahme des Wirkstoffs.

 

Quelle

  • Schwameis M. et al: Topical azithromycin for the prevention of Lyme borreliosis: a randomised, placebo-controlled, phase 3 efficacy trial Lancet Infect Dis 2017; 17: 322-29 1

 

Abstract

Quelle: Ausgabe 05 / 2017 | Seite 15 | ID 44681539