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24.02.2010 | Meta-Analyse

Krebsrisiko durch Handys bleibt unklar

Seit vielen Jahren wird untersucht, ob Handy-Vieltelefonierer einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt sein könnten, insbesondere in Bezug auf Hirntumoren; die Ergebnisse sind jedoch uneinheitlich. Auch eine aktuelle Meta-Analyse der Daten von 23 Fall-Kontroll-Studien mit fast 38.000 Teilnehmern, davon mehr als 12.000 Tumorpatienten, hat kein eindeutiges Ergebnis gebracht. Insgesamt wurde keine Assoziation zwischen Handygebrauch und malignen Erkrankungen gefunden; in acht verblindeten Studien hoher Qualität war das Krebsrisiko von Handybenutzern leicht erhöht, während in den übrigen Studien der Gebrauch von Mobiltelefonen negativ korrelierte, also protektiv wirkte. Bei Personen, die bereits seit zehn Jahren oder länger Handys benutzten (in 13 Studien untersucht), war das Krebsrisiko um 18 Prozent erhöht. Neue Daten aus Skandinavien sprechen dafür, dass der Handygebrauch nicht mit einem erhöhten Risiko für Hirntumoren korreliert. Zwischen 1974 und 2003 - der Gebrauch von Handys stieg Mitte der 90er Jahre rasant - blieben die Inzidenzen von Gliomen und Meningeomen unbeeinflusst. 

 

Quelle

  • Myung SK et al.: Mobile phone use and risk of tumors: a meta-analysis. J Clin Oncol 2009; 27 (33): 5565-5572
  • Deltour I et al.:No Change in Brain Tumor Incidence During a Time When Cell Phone Usage Increased. J Natl Cancer Inst 2009, published December 4
Quelle: Ausgabe 03 / 2010 | Seite 19 | ID 133761