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  • 02.12.2008 | HIV-Infektion

    Auch bei Avirämie im Blut ist ungeschützter Geschlechtsverkehr riskant

    HIV-Infizierte sollten, auch wenn unter antiretroviraler Therapie keine Virus-RNA im Blut mehr nachweisbar ist (< 40 Kopien pro Milliliter), keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr haben. Nach Berechnungen australischer Forscher ist das Infektionsrisiko für den Partner eines HIV-Infizierten mit vollständig supprimierter Virämie bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr rund vierfach höher als bei Benutzung eines Kondoms. Bei 10.000 Paaren mit jeweils einem HIV-Positiven sei im Verlauf von zehn Jahren mit 215 Neuinfektionen bei männlichen Partnern zu rechnen, wenn die Frau positiv ist, und mit 425 Infektionen von Frauen durch einen HIV-positiven Mann. Besonders groß ist das Risiko für homosexuelle Männer-Paare: Bei ihnen wäre mit 3.524 Neuinfektionen zu rechnen. 

     

    Quelle

    • Wilson D et al.: Relation between HIV viral load and infectiousness: a model-based analysis. The Lancet 2008; 372: 314 - 320

    Quelle: Ausgabe 12 / 2008 | Seite 14 | ID 123154