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24.02.2010 | Gastrointestinale Blutungen

Erhöhtes Blutungsrisiko unter SSRI

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) hemmen laut in-vitro-Studien die Thrombozytenaggregation und sind damit ein Risikofaktor für gastrointestinale (GI-)Blutungen. Rechnerisch kommt es zu einer schweren GI-Blutung, wenn 718 Patienten ein Jahr lang SSRI einnehmen, so das Ergebnis einer Fall-Kontroll-Studie in Dänemark mit über 3.600 Patienten mit GI-Blutung und 36.500 Kontrollpersonen. Vor allem die Anfangsphase der Therapie ist kritisch: In den ersten 30 Tagen war das Risiko für GI-Blutungen 3,5-fach höher als bei Patienten, die keine SSRI einnahmen. Bestimmte Begleitmedikationen steigerten das Blutungsrisiko erheblich: Bei einer Dreifachkombination von SSRI, Acetylsalicylsäure und nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) war es 28mal so hoch wie ohne diese Medikamente. Patienten, die zu den SSRI Protonenpumpeninhibitoren (PPI) erhielten, hatten kein erhöhtes Blutungsrisiko. Bei Hochrisikopatienten unter gleichzeitiger NSAR-Therapie oder bei Älteren mit GI-Blutungen in der Vorgeschichte sollten daher zur Vorbeugung PPI erwogen werden, raten die Autoren. 

 

Quelle

  • Dall M et al.: An Association Between Selective Serotonin Reuptake Inhibitor Use and Serious Upper Gastrointestinal Bleeding. Clin Gastroenterol Hepatol 2009; 7(12): 1314-1321
Quelle: Ausgabe 03 / 2010 | Seite 11 | ID 133749