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24.02.2010 | Depressionen

Hirnstimulation bei Frau mit schweren Depressionen erfolgreich

Heidelberger Neurochirurgen haben erstmals eine Patientin mit schweren therapieresistenten Depressionen operiert. Bei dem Eingriff wurden der 64-jährigen Frau, die seit dem Alter von 18 Jahren an Depressionen leidet, zwei Elektroden zur Stimulation der Habenula implantiert, einer winzigen Nervenstruktur im Diencephalon. Die Idee der Wissenschaftler, die Habenula, die laut wissenschaftlichen Studien bei Depressionen überaktiv ist, per Elektrodenstimulation herunter zu regulieren, war erfolgreich. Das erste Mal seit Jahren fühlte sich die Patientin beschwerdefrei. Wurde der Hirnschrittmacher abgeschaltet, kehrten die Depressionen zurück. Geplant ist jetzt eine Multicenterstudie zur Evaluation der neuen Technik durchzuführen. 

 

Quelle

  • Sartorius A et al.: Remission of Major Depression Under Deep Brain Stimulation of the Lateral Habenula in a Therapy-Refractory Patient. Biol Psychiatry 2010; 67(2): e9-e11; doi: 10.1016/j.biopsych.2009.08.027
Quelle: Ausgabe 03 / 2010 | Seite 14 | ID 133753