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·Nachricht ·Autokauf

Nacherfüllung: Zweite Chance auch für Inzahlunggeber

| Was Kfz-Händler in ihrer Eigenschaft als Verkäufer mit Recht für sich in Anspruch nehmen, nämlich eine zweite Chance durch Nacherfüllung zu bekommen, das müssen sie auch einem Kunden zugestehen, der ihnen ein Fahrzeug in Zahlung gegeben hat. Darauf macht eine Entscheidung des LG Bremen aufmerksam. |

 

Beim Kauf eines neuen GW hatte der Kunde seinen alten in Zahlung gegeben. Den vorhandenen Wildschaden sollte er vereinbarungsgemäß beseitigen. Als das nicht geschah, hätte der Händler erst eine Frist zur Beseitigung des Schadens setzen müssen, bevor er eine Entschädigung verlangt. Direkt einen Anspruch der zweiten Stufe (Schadenersatz, Rücktritt oder Minderung) geltend zu machen, funktioniert nur in Ausnahmefällen, z. B. wenn der Mangel unbehebbar oder die Beseitigung für den Käufer/Inzahlungnehmer unzumutbar ist. Dass der Inzahlunggeber keine eigene Werkstatt hat, um den Mangel zu beseitigen, ist kein stichhaltiges Argument. Es genügt, dass er es in einer Fremdwerkstatt machen lassen kann (LG Bremen, Beschluss vom 10.02.2017, Az. 4 S 254/16, Abruf-Nr. 197074).

 

Weiterführende Hinweise

  • Beitrag „Bei Unzumutbarkeit der Mangelbeseitigung darf der Käufer sofort vom Kaufvertrag zurücktreten“, ASR 12/2016, Seite 14 → Abruf-Nr. 44364050
Quelle: Ausgabe 12 / 2017 | Seite 2 | ID 44943887