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01.02.2005 | Lohnzahlung verschieben

Zins- und Liquiditätsvorteile bei Abführung der Lohnsteuer nutzen

In der freien Wirtschaft ist es üblich, dass der Arbeitslohn in der Mitte oder am Ende eines Monats ausbezahlt wird. Für die Lohnsteuerabführung ist es aber wesentlich günstiger, wenn Sie Löhne und Gehälter erst am Anfang des Folgemonats überweisen. So verschieben Sie die Fälligkeit der Lohnsteuer um jeweils einen Monat und sichern sich einen zinslosen Dauerkredit bei der Finanz-verwaltung in Höhe einer durchschnittlichen Lohnsteuerzahllast. 

 

Fälligkeit der Lohnsteuer

Sie müssen spätestens am zehnten Tag nach Ablauf eines jeden Lohnsteuer-Anmeldezeitraums die Lohnsteuer nach § 41a Abs. 1 EStG anmelden und abführen. Die Lohnsteuer entsteht, wenn der Arbeitslohn dem Arbeitnehmer zufließt (§ 38 Abs. 2 S. 2 EStG).  

 

Der Lohn fließt dem Arbeitnehmer erst in dem Zeitpunkt zu, in dem die Bankgutschrift auf seinem Konto erfolgt (BFH, Urteil vom 17.11.1992, Az: VII R 13/92, BStBl 1993 II, 471). Der Monat, für den der Lohn bezahlt wird, ist für die Fälligkeit der Lohnsteuer dagegen ohne Bedeutung. 

 

Konsequenzen bei Lohnzahlung im Folgemonat

Fließt der Lohn dem Arbeitnehmer erst im Folgemonat zu – zum Beispiel Lohn für Januar 2005 fließt am 2. Februar 2005 zu –, müssen Sie die Lohnsteuer erst im Februar einbehalten und bis zum 10. März 2005 anmelden und abführen.  

 

Dies gilt auch für alle weiteren Monate. Dadurch können Sie die Fälligkeit der Lohnsteuer jeweils um einen Monat verschieben. Die freigesetzte Liquidität hat für das Unternehmen Eigenkapitalcharak-ter.  

 

Tipps zur praktischen Umsetzung

  • Sie sollten mit ihren Arbeitnehmern (und dem Betriebsrat) sprechen, ob die Lohnzahlung in Zukunft auf den ersten des Folgemonats verschoben werden kann. Wenig Probleme dürfte das machen, wenn Sie schon bisher die Löhne erst am Ende eines Monats gezahlt haben.

 

  • Zum Zeitpunkt der nächsten Fälligkeit der Lohnsteueranmeldung reichen Sie lediglich eine „Nullanmeldung“ ein. In einem Begleitbrief weist er das Finanzamt darauf hin, dass durch die veroänderte Lohnzahlung (der Januar-Lohn fließt den Arbeitnehmern erst im Februar zu) die Lohnsteueranmeldung der Januar-Löhne erst im März 2005 erfolgt.
Quelle: Ausgabe 02 / 2005 | Seite 18 | ID 85582