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· Fachbeitrag · Kinderzahnheilkunde

Prophylaxe bei Kindern mit Early Childhood Caries: Ein sensibles Thema

von Beate Schulz-Brewing, ZMF, Kiel

| Schon Kleinkinder können an schwerer Karies leiden, wenn sie Unmengen von Bonbons essen oder ständig gesüßte Tees und Limonaden trinken. Wer kennt sie nicht: die schlimmen Fotos in Fachzeitschriften, die kariös zerstörte Milchgebisse zeigen. Hierbei handelt es sich nicht umAusnahmefälle, sondern um ein Krankheitsbild, das in bestimmten Bevölkerungsschichten ca. 6 Prozent der Kinder im zweiten und dritten sowie 15 Prozent im vierten und fünften Lebensjahr betrifft. Suchen ratlose Eltern in der Zahnarztpraxis Hilfe, ist eine umgehende und konsequente Behandlung erforderlich. |

Was verbirgt sich hinter Early Childhood Caries?

Ursächlich für die Early Childhood Caries (ECC) sind in der Regel eine frühe Ausbreitung von Streptokokkus mutans, eine falsche Ernährung und die Unwissenheit der Eltern. Besser bekannt ist dieses Erkrankungsbild auch als „Nursing-Bottle-Syndrom“ (NBS), denn meistens hatten diese Kinder ständig Zugang zu gesüßtem Tee und/oder zu säurehaltigen Säften, die in Saugflaschen rund um die Uhr zur Verfügung standen - besonders nachts. Die Milchgebisse wurden hierdurch mehr oder minder zerstört. Den Grad der Zerstörung bewertet man nach folgender Einteilung:

 

  • Klassifizierung ECC
  • ECC-Typ I (milde bis mäßige Ausprägung): Auftreten von vereinzelten kariösen Läsionen
  • ECC-Typ II (mäßige bis schwere Ausprägung): Auftreten von Läsionen an Milchmolaren und Schneidezähnen
  • ECC-Typ III (schwere Form): Alle Milchzähne sind von Karies befallen