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  • 21.10.2015 · Fachbeitrag · Schlaganfallprävention

    Kürzlich erfolgte Infektionen fördern Schlaganfälle bei Kindern

    | Ischämische Schlaganfälle sind mit einer Inzidenz von 2,6 bis 13 Fällen pro 100.000 Kinder selten und anders als bei Erwachsenen nur ungenügend mit traditionellen Risikofaktoren wie Bluthochdruck zu erklären. Daten einer Fall-Kontroll-Studie bei 355 Kindern und Jugendlichen mit arteriellem ischämischen Schlaganfall (AIS) im Alter von 29 Tagen bis 18 Jahren und ebensovielen Kontrollpersonen legen jetzt nahe, dass kürzlich erfolgte Infektionen Schlaganfälle fördern könnten. 18 % der Kinder mit AIS hatten in der Woche vor dem Ereignis einen Infekt. Meistens war es eine Atemwegsinfektion. In der Kontrollgruppe lag die erfragte Infektrate in der zurückliegenden Woche nur bei 3 %. Danach korrelierte ein kürzlicher Infekt mit einem mehr als 6-fach erhöhten Schlaganfallrisiko. Routine-Impfungen scheinen einen protektiven Effekt zu haben. Auch bei Teilnehmern, die nicht vollständig geimpft waren, war das Schlaganfallrisiko deutlich erhöht. Infektionen, die mit systemischer Entzündung, Dehydratation und Aktivierung der Koagulation einhergehen, könnten bei Kindern mit ohnehin erhöhtem Schlaganfallrisiko der Auslöser sein. |