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  • · Fachbeitrag · Herzinsuffizienz

    Aldosteron-Antagonisten in der Praxis weniger wirksam als gedacht?

    Aldosteron-Antagonisten (Spironolacton, Eplerenon) werden inzwischen bei allen symptomatischen Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA II-IV) mit eingeschränkter Ejektionsfraktion zusätzlich zur Standardtherapie empfohlen. In der Praxis ist der Einsatz allerdings längst noch keine Routine. Neue Daten einer Beobachtungsstudie bei knapp 6.000 wegen Herzinsuffizienz hospitalisierten Patienten deuten nun darauf hin, dass die Aldosteronblockade in der Praxis weniger wirksam sein könnte als in den klinischen Studien.

     

    Knapp jeder fünfte Patient begann mit der Einnahme eines Aldosteron-Antagonisten bei der Entlassung aus der Klinik. Im Verlauf von drei Jahren wurde bei ihnen aber lediglich das Risiko einer erneuten Klinikeinweisung wegen Herzinsuffizienz signifikant um 13 % verringert. Anders als in den RCTs hatte die Therapie keinen Einfluss auf die Mortalität und die Gesamtrate kardiovaskulärer Hospitalisierungen. Das Risiko einer Hospitalisierung wegen einer Hyperkaliämie war unter Aldosteronblockade im ersten Jahr um 50 % höher als in der Kontrollgruppe, in den ersten 30 Tagen nach Therapiebeginn sogar um das 2,5-fache.

     

    Quelle