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·Fachbeitrag ·Vermögensplanung

Die richtige Anlagestrategie für jungen Steuerberater nach kreditfinanziertem Kanzlei-Einstieg

von Dipl.-Kaufmann und Dipl.-Finanzwirt (FH) Boris Rahming, rahming GmbH, Berlin

| In der Beratung stehen Sie immer wieder vor folgender Frage: Welche Vorsorge braucht jemand, der sich gerade an einem Unternehmen beteiligt oder sich als Partner in eine Kanzlei eingekauft und dafür einen Kredit aufgenommen hat? Wie sind Risikoschutz und Kapitalaufbau zu gestalten, um die Kredittilgung sicherzustellen? Am Beispiel eines Mittdreißigers zeigen wir die richtige Anlagestrategie. |

Praxisfall

Für unseren Praxisfall haben wir einen Steuerberater Mitte 30 gewählt, der sich gerade in eine Kanzlei eingekauft hat und wie folgt aufgestellt ist.

 

  • Fall

S ist 35 Jahre alt. Nach seinem Studium zum Dipl.-Betriebswirt war er einige Jahre angestellt in einer Steuerkanzlei tätig. Im Frühjahr 2011 hat er sein Steuerberater-Examen bestanden und sich im Anschluss daran in eine Kanzlei eingekauft. S musste dafür einen Kredit von 300.000 Euro aufnehmen. Aktuell werden dafür 6,5 Prozent Kreditzinsen fällig. Bis zur vollständigen Tilgung sind 15 Jahre vorgesehen. Zur Kreditabsicherung hat S auf Verlangen der Bank eine Risikolebensversicherung in Höhe des Kreditbetrags abgeschlossen.

S lebt mit seiner berufstätigen Lebensgefährtin zusammen. Das Paar hat keine Kinder. Da S in Nordrhein-Westfalen tätig ist, ist er Pflicht-Mitglied im Versorgungswerk. Daher hat er Pflichtbeiträge zu entrichten und erwirbt im Gegenzug Versorgungsansprüche für das Alter und den Fall der Berufsunfähigkeit. Die Beiträge betragen 19,6 Prozent vom individuellen Einkommen bis zur maximalen Bemessungsgrundlage zur Rentenversicherung (West) von 67.200 Euro jährlich, also jährlich 13.171,20 Euro bzw. monatlich 1.097,60 Euro.