· Fachbeitrag · Arbeitsschutz
Zahl der Hepatitis-Infektionen in Gesundheitsberufen rückläufig
| Die Zahl der Hepatitis-Infektionen von Pflegekräften, Ärzten und weiteren Beschäftigten im Gesundheitsdienst und in der Pflege hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als halbiert. Das teilte die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli 2012 mit. |
Grund für die positive Entwicklung sind intensiv durchgeführte Präventionsmaßnahmen. Besonders beim Arbeiten mit spitzen und scharfen Instrumenten ist es wichtig, Produkte zu verwenden, die speziellen Schutz vor Stich- oder Schnittverletzungen bieten. Dazu gehören etwa Kanülen, die sich nach Gebrauch automatisch in eine Schutzhülle zurückziehen. Solche „sicheren Instrumente“ sind in gefährdeten Bereichen im Gesundheitsdienst und in der Pflege seit einigen Jahren vorgeschrieben, konnten sich jedoch noch nicht überall durchsetzten.
Weil Hepatitis-Erreger in flüssigem Blut mehrere Tage lang überleben können, dürfen spitze oder scharfe Instrumente zudem auf keinen Fall in den normalen Abfalleimer gelangen, sondern sind direkt nach ihrem Gebrauch in durchstichsicheren und verschließbaren Kunststoffbehältern zu entsorgen.
Weiterführender Hinweis
- Wie Sie Nadelstiche vermeiden und Infektionen vorbeugen können, erfahren Sie in unserem Archiv: „Nadelstichverletzung - kleiner Stich mit Folgen“ (PPA Nr. 5/2012, S. 4)