· Fachbeitrag · Terminmanagement
Formen der Terminplanung im Vergleich
von Marie Reiter, MFA, Düsseldorf, www.deinberichtsheft.de
| Eine sorgfältige Ressourcenplanung ist die Voraussetzung für ein professionelles Terminmanagement (siehe PPA 07/2015, Seite 9 ). Wenn die Ressourcenplanung steht, müssen Sie entscheiden, ob Sie Ihre Terminplanung auf Papier oder digital führen bzw. ob Sie dem Patienten die Möglichkeit geben möchten, Termine online zu vereinbaren. Was Sie dabei beachten müssen, fasst PPA für Sie zusammen. |
Auf Papier oder digital?
Immer mehr Praxen nutzen EDV-gestützte Terminplaner und verzichten ganz auf Papier und Stift. Natürlich gilt es wieder Vor- und Nachteile abzuwägen:
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Terminbuch auf Papier | Digitales Terminbuch | |
Vorteile |
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Nachteile |
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Gerade in größeren Praxen mit vielen verschiedenen Behandlungsräumen (Arztzimmer, Beratungszimmer, EKG, Ultraschall, Labor) ist ein EDV-gestützter Terminplaner sinnvoll. So können unvorhersehbare Veränderungen (Terminabsagen, Notfälle) schneller integriert und für alle (am PC) sichtbar gemacht werden, um den zeitorientierten Arbeitsfluss beibehalten zu können.
PRAXISHINWEIS | Nutzen Sie beide Systeme parallel und minimieren Sie so die Nachteile. Dies erfordert natürlich mehr Zeit, dafür gehören begründete Ängste (vor System-Abstürzen, Verlust des Terminbuchs, Termin-Überschneidungen) bald der Vergangenheit an. |
Online-Terminvergabe - wann ist sie sinnvoll?
Externe Dienstleister zur Online-Terminvergabe minimieren telefonische Terminanfragen und entlasten MFA bei ihrer Arbeit (siehe PPA 03/2010, Seite 8 und PPA 01/2014, Seite 10). Bei der Online-Terminvergabe ruft der Patient als Anwender ein bestimmtes Online-Portal auf und gibt in eine Suchmaske Tag, Uhrzeit und Fachrichtung des gewünschten Arzttermins ein. Das Online-Portal listet dann alle passenden Arztpraxen auf. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
- Die Terminanfrage wird dem Anwender sofort bestätigt, da der Termin automatisch in den Terminplaner der Arztpraxis eingefügt wird (der Praxis-Terminplaner und die Website des Anbieters sind miteinander vernetzt) oder
- die Terminanfrage muss noch von einer MFA überprüft und manuell (meist per E-Mail oder SMS) dem Anwender bestätigt werden.
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Vorteile | Nachteile |
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Terminvergabe-Portale können den Praxisalltag spürbar erleichtern. Sie erfordern jedoch einige Einarbeitungszeit und sind kostenintensiv. Sinnvoll sind sie jedoch für Praxen, welche den Kontakt zu Neupatienten (vor allem Privatpatienten) suchen und den Patientenstamm vergrößern wollen.
PRAXISHINWEIS | Wenn Sie Terminvergabe-Portale vermeiden, aber auf komfortable Online-Terminbuchungen für Ihre Patienten nicht verzichten möchten, können Sie über Kontaktformulare (integriert auf Ihrer Praxishomepage) einen solchen Service anbieten. Möchten Sie nur die E-Mail-Adresse als Kontakt nennen, achten Sie auf die Schreibweise „(a)“ statt „@“. So verhindern Sie unerwünschte SPAM-Nachrichten. |
Weiterführende Hinweise
- „Termine online vergeben - entdecke die Möglichkeiten“ (PPA 03/2010, Seite 8)
- „Online-Terminvergabe als Entlastung für MFA“ (PPA 01/2014, Seite 10)