Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
logo
  • Meine Produkte
    Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen.
Menu Menu
MyIww MyIww

· Fachbeitrag · Forderungsmanagement

Großteil der Praxen verzeichnet signifikante Forderungsausfälle

| Mehr als die Hälfte aller Ärzte (55,8 Prozent) sieht es als unvermeidlich an, einen gewissen Prozentsatz an Forderungsausfällen hinzunehmen - und unternimmt routinemäßig keine Schritte, um sich dagegen abzusichern. Dies hat die Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2011“ ergeben, die die GGMA (Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse) im Auftrag der Stiftung Gesundheit durchgeführt hat. |

 

48,6 Prozent der Ärzte berichten von häufigeren Ausfällen (1 bis 5 Prozent der Fälle) und etwa jeder zehnte Arzt (10,5 Prozent) ist von Zahlungsausfällen bei mehr als fünf Prozent der Patienten betroffen. Die Mentalität „Gesundheit darf nichts kosten“ ist in Teilen der Bevölkerung noch immer vorhanden und eine Behandlung beim Arzt wird noch nicht durchweg als zu bezahlende Leistung akzeptiert. Das Volumen der Zahlungsausfälle liegt in der Hälfte der Fälle unter 1.000 Euro, in einem weiteren Viertel zwischen 1.000 und 5.000 Euro pro Jahr. In 5,5 Prozent der Fälle gaben die Ärzte an, mehr als 5.000 Euro im Jahr durch Zahlungsausfälle zu verlieren. Lediglich 16,2 Prozent gaben an, keinerlei Forderungen ausbuchen zu müssen. Das sind relevante Größen in Bezug auf die Selbstzahlerleistungen, weniger aber in Relation zum gesamten Ertrag einer Praxis.

 

65 Prozent wünschen sich ein Instrument, mit dem sie potenziell schlechte Zahler früh erkennen können, aber weniger als ein Drittel der Ärzte wäre bereit, ein Prozent der jährlichen Rechnungssumme zu investieren, wenn dafür das Problem der Zahlungsausfälle für sie gelöst würde. Die Kurzfassung der gesamten Studie finden Sie hier: www.stiftung-gesundheit.de/PDF/studien/Aerzte_im_Zukunftsmarkt_Gesundheit_2011_Kurzfassung.pdf

Quelle: Ausgabe 01 / 2012 | Seite 1 | ID 30229460