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· Fachbeitrag · Unfallversicherung

Jeder zweite Arbeitsunfall trifft Hand oder Fuß

| Bei Arbeitsunfällen werden meist die Hände und Finger verletzt, mit großem Abstand gefolgt von Füßen und Zehen. Das zeigen Zahlen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), die als zweitgrößte gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland für rund sieben Millionen Versicherte in Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen zuständig ist. |

Am häufigsten passieren Stürze

Bei über einem Drittel der gemeldeten Arbeitsunfälle traf es die Hände oder die Finger, bei weiteren 20 Prozent die Füße oder Zehen. Auch Beine und Knie (15 Prozent) sowie Arme und Schultern (10 Prozent) trugen relativ häufig Verletzungen davon. Stürze, zum Beispiel auf glatten oder rutschigen Fußböden, auf Treppen, durch Stolperfallen, zu locker sitzendes Schuhwerk oder hohe Absätze sind häufigste Ursache für die Verletzungen.

 

Wird ein Arbeitsunfall der gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet, organisiert diese die weitere Behandlung und die sich eventuell anschließende Rehabilitation. Außerdem kommt sie für die entstehenden Kosten auf.

Vorbeugen ist besser als heilen

Am besten ist es, wenn erst gar kein Unfall passiert. Die BGW empfiehlt deshalb unter anderem rutschhemmende Fußböden, das Vermeiden von Stolperfallen, gute Beleuchtung, das Verwenden sicherer Tritte und Leitern sowie das Tragen geeigneter Schuhe.

 

Checkliste: Sichere Arbeitsschuhe ...

  • sind vorn geschlossen,
  • sind mit einer geschlossenen, festen Fersenkappe versehen,
  • haben eine gut profilierte, großflächige Auftrittsohle,
  • lassen sich in der Spannweite regulieren,
  • haben eine leichte Dämpfung im Fersenbereich,
  • haben ein bequemes Fußbett,
  • haben einen flachen Absatz,
  • bestehen aus wasserabweisendem, strapazierfähigem und pflegeleichtem Material.
Quelle: Ausgabe 08 / 2011 | Seite 4 | ID 27719690