· Fachbeitrag · Studie
Mehr ältere E-Health-Nutzer, Nachholbedarf bei Arztpraxen
| Fast drei Viertel aller deutschen Internetnutzer über 65 Jahren managen ihre Gesundheit durch Digitalisierung und „E-Health“-Technologien selbst. Doch deutsche Ärzte bedienen diese Nachfrage bisher nur begrenzt. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Accenture. |
Internetnutzer über 65 Jahren wollen digitale Medien aktiv für die Gesundheitsvorsorge nutzen: Zum Beispiel wollen 81 Prozent der befragten Senioren einen elektronischen Zugang zu ihrer Patientenakte und 73 Prozent wollen elektronisch an bevorstehende Untersuchungen oder die Medikamenteneinnahme erinnert werden. Doch die Umfrage zeigt auch, dass nur einer von fünf Ärzten entsprechende Dienste anbietet.
Bereits mehr als ein Drittel aller Senioren (38 Prozent) dokumentiert Gesundheitswerte wie Gewicht und Blutdruck elektronisch. 24 Prozent der Befragten protokollieren Informationen zur eigenen Krankengeschichte, 15 Prozent ihre sportlichen Aktivitäten und neun Prozent ihre Krankheitssymptome.
Dagegen erfüllen die Arztpraxen das Bedürfnis nach digitaler Kommunikation noch wenig: Nur 14 Prozent der Patienten geben an, dass eine E-Mail-Korrespondenz mit der Arztpraxis stattfindet, und die elektronische Rezept-Bestellung klappt nur bei neun Prozent.
Im Rahmen der Studienreihe „Insight driven Health“ wurden 9.015 Erwachsene ab 18 Jahren und älter in Australien, Brasilien, Kanada, England, Frankreich, Deutschland, Singapur, Spanien und den USA befragt. Von den 1.000 in Deutschland befragten Patienten waren 244 älter als 65 Jahre.
Weiterführender Hinweis
- Link zur Pressemitteilung von Accenture: http://tinyurl.com/n4evwu6