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· Nachricht · Familienreport 2012

Caritas fordert mehr Zeit für Familien

| Der nun veröffentlichte Familienreport 2012 der Caritas zeigt, dass der Zeitdruck in Familien sehr groß ist, weil Familie und Beruf noch immer schwer vereinbar sind. Um die Rahmenbedingungen zu verbessern sind neben der Politik auch die Arbeitgeber gefordert. „Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit und ausreichend qualitativ hochwertige Betreuungsplätze für Kinder. Es müssen flexiblere Arbeitszeiten mit Hilfe von Zeitkonten ermöglicht werden. Zudem dürfen Teilzeitarbeitsplätze nicht als Karriere-Ende verstanden werden“, stellt Caritas-Präsident Peter Neher bei Vorstellung des Reports klar. |

Familien langfristig stärken

Für die Entwicklungschancen von Kindern sind gute Bedingungen in den Familien von zentraler Bedeutung. Die Politik muss deswegen das Armutsrisiko von Familien verringern und die Möglichkeit der sozialen Teilhabe aller sichern. Die Wahlfreiheit hinsichtlich der Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit sowie der Art der Betreuung von Kindern ist bei Eltern mit niedrigen Einkommen und bei Alleinerziehenden eingeschränkt. So sind viele Eltern, die nur über geringe Einkommen verfügen, wegen ihrer Kinder auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Die Gründung einer Familie darf nicht zum Armutsrisiko werden. Deswegen muss das Elterngeld weiterentwickelt werden und allen Eltern zu Gute kommen. Wir fordern, allen Familien unabhängig von der Art der Kinderbetreuung drei Jahre lang ein Elterngeld von 300 Euro monatlich zu zahlen“, macht Neher deutlich. 300 Euro monatlich sollte für alle, auch für Grundsicherungsempfänger, anrechnungsfrei gezahlt werden.

 

Weiterführender Hinweis

Quelle

Quelle: ID 37711970