03.05.2011 | Ambulante Versorgung
Nach VERAH und AGnES nun „agnes zwei“
Die Arbeitsgemeinschaft „IGiB - Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg“, bestehend aus der KV Brandenburg, der AOK Nordost und der BARMER GEK, hat Ende März ein neues Projekt vorgestellt: „agnes zwei“. Es hat zum Ziel, den Arzt zu entlasten und den Patienten effizient durch die Gesundheitsbereiche zu lotsen. „agnes zwei“ ist die Fallmanagerin in der Arztpraxis, dem MVZ oder Ärztehaus. Sie hilft beim Ausfüllen von Formularen, bei der Koordinierung von Terminen, vermittelt Kontakte und betreut Patienten darüber hinaus in deren Häuslichkeit.
„agnes zwei“ soll insbesondere komplizierte und zeitaufwendige Fälle managen (chronisch Kranke, multimorbide Patienten). Dies kann die nicht-ärztliche Praxisassistentin, wie sie derzeit als AGnES in Brandenburg bekannt ist, nur sehr eingeschränkt tun, da sich diese Struktur lediglich auf die reine hausärztliche Versorgung und dann auch nur auf unterversorgte Regionen beschränkt. „agnes zwei soll überall und sowohl im haus- als auch im fachärztlichen Versorgungsbereich zum Einsatz kommen. Zudem unterliegt sie keiner regionalen Einschränkung. Während der zurzeit laufenden Modellphase werden unterschiedliche Tätigkeitsfelder und Vergütungsstrukturen erprobt.