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·Fachbeitrag ·Gesundheitsökonomie

Kariesinfiltration approximaler Läsionen: Trotz höherer Kosten effizienter bei jungen Patienten

| Die Behandlung approximaler Läsionen mittels non- und mikro-invasiver Verfahren ist geeignet, invasive Therapien zu verzögern und Gesundheitskosten zu senken. Kariesinfiltration hat die höchste Kosten-Effektivität für D1-Läsionen bei jungen Patienten. |

 

Zur Berechnung von Effektivität und Kosten wurde die Behandlung einer 
approximalen Läsion in einem 20-jährigen Patienten simuliert. Auf der Basis vorhandener Evidenz ist die mikro-invasive Therapie insbesondere für schmelzbegrenzte Läsionen (E2) teurer (95,09 Euro) als non-invasive 
Behandlungsmaßnahmen (13,09 Euro), aber vor allem für Läsionen mit röntgenologischer Dentinbeteiligung (D1) auch deutlich effektiver: Mittels mikro-invasiver Therapie konnte im Modell die Restauration von mehr als 50 Prozent der D1-Läsionen verhindert werden ‒ dies gelang nur für 25 Prozent der non-invasiv behandelten D1-Läsionen. Beide Strategien waren in allen simulierten Szenarien kostengünstiger als die sofortige Restauration der Läsion. Neben der Läsionstiefe hatte das Alter des Patienten und die angenommenen Behandlungskosten einen starken Einfluss auf die Kosten-Effektivität.

 

Die Therapie nicht-kavitierter approximaler kariöser Läsionen erfolgt klassischerweise entweder non-invasiv ‒ zum Beispiel mittels Fluoridierung ‒ oder invasiv durch eine Restauration. Während non-invasive Strategien stark von der Mitarbeit des Patienten abhängen, sind invasive Behandlungen mit dem Verlust von Zahnhartsubstanz verbunden und initiieren eine Kaskade von 
Folgetherapien, die die Chancen für Vitalerhaltung und Überleben des Zahns senken. Mikro-invasive Therapieansätze wie Kariesinfiltration sind möglicher­weise geeignet, eine Compliance-unabhängige Arretierung der Läsion herbeizuführen und dabei die Initiierung der beschriebenen Therapiekaskade zu verhindern oder verzögern, beschreibt Dr. Falk Schwen­dicke von der Charité Berlin.

 

Quelle

  • Schwendicke F. Kosten und Effektivität von non-, mikro- und minimal-invasiver Therapie approximaler Läsionen. Deutscher Zahnärztetag, Frankfurt/Main, 8.-9. November 2013
Quelle: Ausgabe 01 / 2014 | Seite 5 | ID 42462424