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·Urheberrechte

Digitale Filtertüte: Werden Internetdienste härter in die Pflicht genommen?

Bild: © Rawpixel Ltd. - stock.adobe.com

von Rechtsanwaltsfachangestellter Christian Noe, B. A., Leipzig

| Wo täglich digitale Inhalte hochgeladen, geteilt und verbreitet werden, sind auch schnell verletzte Urheberrechte im Spiel. Die geplante Urheberrechtsreform richtet den Scheinwerfer auf die Verantwortlichkeit: Wie intensiv müssen sich Online-Plattformen künftig selbst darum kümmern, dass urheberrechtlich geschützte Inhalte nicht auf dem Bildschirm landen oder schnell verschwinden? Und welche Rolle spielen Upload-Filter dabei? |

 

Wie intensiv muss die Prüfung sein?

Fotos, kurze Videofilmchen, Musikclips und jede Menge rasch gedrehte Smartphone-Videos: Wer schätzen will, was täglich so in die digitalen Kanäle des Internets geschaufelt wird, sollte großzügig denken. Wie der Spiegel berichtet, werden auf dem Videoportal YouTube beispielsweise mehr als 400 Stunden Videomaterial pro Minute hochgeladen.

 

Derzeit wird kontrovers diskutiert, inwieweit die geplante Urheberrechtsreform Anbieter oder eben Portale wie YouTube künftig dazu zwingen wird, die bei ihnen hochgeladenen Inhalte intensiv zu prüfen – und auch zu haften, wenn es zu Urheberrechtsverletzungen kommt. Und das kann schnell geschehen, wie YouTube-Chefin Susan Wojcicki am Beispiel von Filmen von Video-Bloggern erklärt, berichtet die Süddeutsche Zeitung: „Was, wenn an der Wand hinter ihnen ein urheberrechtlich geschütztes Gemälde hängt, ein Popsong im Hintergrund läuft oder wenn sie ganze Passagen aus einem Buch vorlesen?“ Angesichts der Masse an täglich neuen Inhalten wäre eine tiefgehende Prüfung jedes hochgeladenen Films kaum möglich.

 

Upload-Filter: Fluch oder Segen?

Diskutiert werden in diesem Zusammenhang auch die sogenannten Upload-Filter, eine Art Sicherheitsschleuse, durch die jeder hochgeladene Inhalt hindurch wandert und auf mögliche Urheberrechtsverstöße untersucht wird. Gegen den Einsatz solcher Filter wird eingewandt, dass mit ihnen die Gefahr von Zensurmissbrauch einhergehen könnte und auch legale Inhalte gesperrt werden könnten.

 

Weiterführende Hinweise

Quelle: ID 45617671