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·Mobilfunkstandard

5G-ewinnt: Jetzt wird es richtig schnell im digitalen Alltag

Bild: © Oliver Boehmer, bluedesign® - stock.adobe.com

von Rechtsanwaltsfachangestellter Christian Noe, B. A., Leipzig

| Eine Ziffer und ein Buchstabe – 5G. Das schlanke Kürzel steht für mächtig Tempo: Es ist der nächste Mobilfunkstandard, der besonders für die autonome Mobilität eine große Rolle spielt, da mit ihm Daten bis zu 100fach schneller übertragen werden als bisher. Das VG Köln hat jetzt bestätigt, dass die Lizenzen versteigert werden dürfen. DR stellt Ihnen kompakt Informationen zum Thema zusammen. |

 

Alle Mobilfunkanbieter wollen schnell unterwegs sein. Hinsichtlich der Rahmenbedingungen bezüglich der Versteigerung der 5G-Lizenzen gab es jedoch Kritik (FAZ, 21.2.19). Letzte Woche hat das VG Köln (21.2.19, 9 K 4396/18) nun entschieden, dass die Versteigerung seitens der Bundesnetzagentur grundsätzlich zulässig ist. Technische Hintergründe und Einzelheiten zum 5G-Standard erfahren Sie hier in einem Beitrag des Hessischen Rundfunks. Die Bundesregierung macht den Mobilfunkanbietern allerdings konkrete Vorgaben: Bis Ende 2022 müssen 98 % aller Haushalte mindestens 100 Megabit pro Sekunde laden können und der Empfang auf Autobahnen und Bahnstrecken muss sichergestellt sein (SZ, 21.2.19).

 

Die simple Formel „einfach nur schneller“ bringt es nicht ganz auf den Punkt. Der digitale Austausch im Wirtschafts- und Alltagsleben funktioniert ja längst. Aber viele technische Abläufe werden künftig zwingend daran geknüpft sein, dass die Daten deutlich schneller durch die Leitungen spurten, z. B. wenn

  • autonom fahrende Fahrzeuge untereinander oder mit der digitalen Infrastruktur kommunizieren,
  • die M2M-Kommunikation (vernetzte Maschinen tauschen sich untereinander aus) deutlich gesteigert wird,
  • in Echtzeit Grafiken und Dokumentationen übertragen werden, die Menschen bei der Arbeit, im Verkehr oder der Fortbildung unterstützen (z. B. Datenbrillen).

 

Geht es um den Aufbau der 5G-Infrastruktur, ist auch die Frage der Datensicherheit nicht weit. So ist umstritten, ob man das chinesische Unternehmen Huawei am deutschen 5G-Ausbau beteiligen soll (Handelsblatt, 19.2.19). Die Diskussion spiegelt zwei große Probleme der Digitalisierung: Inwieweit setzt man sich beim Aufbau von Datennetzen einer möglichen Spionagegefahr aus, wenn Produkte ausländischer IT-Unternehmen verwendet werden? Und wie stark können Länder und Unternehmen in Abhängigkeit geraten, wenn wenige IT-Firmen einen so großen technischen Vorsprung haben, dass man auf ihre Komponenten zwingend angewiesen ist?

 

Weiterführende Hinweise

Quelle: ID 45765099