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·Verbraucherschutz

Zwei Fingerabdrücke, bitte – wenn mit biometrischen Daten gehandelt wird

Bild: © HQUALITY - stock.adobe.com

von Rechtsanwaltsfachangestellter Christian Noe, B. A., Leipzig

| Dass Unternehmen regelmäßig Opfer von Cyberattacken sind und dabei Zugangsdaten oder Kreditkarten-Datensätze erbeutet werden, ist nicht neu. Längst sind aber auch biometrische Daten im Fokus krimineller Akteure, denn diese lassen sich ebenfalls verkaufen. Wird diese Entwicklung künftig besonders Anwälte beschäftigen? |

 

Biometrische Daten sind im digitalen Alltag angekommen. Man entsperrt das Smartphone mit dem Fingerabdruck, der Bildschirm wird mit einem Gesichtsscan freigeschaltet. Solche Daten abzugreifen bzw. zu fälschen, hat auch im sogenannten Darknet – einem Netzwerk im Internet, in dem man anonym unterwegs ist – einen florierenden Handel entstehen lassen. Hierzu gehören beispielsweise Fingerabdrücke oder 3-D-gedruckte Gesichter, wie es in diesem informativen Hörfunkbeitrag von Sabina Wolf im Deutschlandfunk erklärt wird und in dem auch die polizeiliche Taskforce Cybercrime Göttingen zu Wort kommt. Selbst Reisepässe mit biometrischen Kennzeichen werden angeboten.

 

Eine entscheidende Rolle spielt auch, wie sicher die Software ist, die biometrische Daten verarbeitet oder speichert (z. B. um den Fingerabdruck auf dem Smartphone zu erkennen), und inwieweit diese Daten vor Angriffen geschützt sind. Möglicherweise könnte es zu einer klassischen Anwaltstätigkeit werden, Schadenersatzforderungen geltend zu machen, wenn Softwareanbieter oder Dienstleister gerade mit diesen hoch individuellen Daten nicht sicher genug umgehen und es ggf. zu Diebstählen und missbräuchlicher Nutzung kommt. Dies auch vor dem Hintergrund, wie der Gesetzgeber künftig in Sachen IT-Haftung handeln wird.

 

MERKE | Je häufiger Fingerabdrücke oder Gesichtsscans im digitalen Alltag eingesetzt werden, desto mehr solcher Daten werden übertragen oder in Datenzentren gespeichert. Erbeuten Kriminelle bei Cyberangriffen auch solche Datensätze, können Dokumente wie Reisepässe oder Ausweise gefälscht werden.

 

Weiterführende Hinweise

  • DEMALOG: Deutschlands größtes Biometrie-Unternehmen
Quelle: ID 45435854