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·Künstliche Intelligenz

Finanzverwaltung richtet Forschungsstelle für künstliche Intelligenz ein

Bild: © phonlamaiphoto - stock.adobe.com

| Am Finanzamt Kassel II-Hofgeismar wird eine Forschungsstelle zur Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) eingerichtet. Dort sollen im Rahmen eines Forschungsvorhabens Wissenschaftler und IT-Spezialisten der Finanzverwaltung herausfinden, wie KI eingesetzt werden kann, um große Datenmengen auszuwerten. |

 

Die hessische Steuerverwaltung wertet sowohl die Panama-Papers als auch die Paradise-Papers aus. In beiden Fällen geht es um Unmengen an Dokumenten, die zeigen, wie extrem vermögende Einzelpersonen und global agierende Konzerne wie Apple, Facebook oder Nike mittels Geldwäsche und Verschleierung über Briefkastengesellschaften und Steueroasen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung betreiben. Eine Sichtung solcher Datenmengen durch einzelne Untersuchungspersonen ist aufgrund der schieren Menge nicht möglich. Das auszuwertende Datenmaterial lag bei den Panama-Papers bei vier Terabyte und mehr. Ein Terabyte entspricht in etwa 300.000 Aktenordnern mit einem Inhalt von rund 500 Blatt pro Ordner. Deshalb werden schon jetzt Methoden der E-Discovery eingesetzt.

 

Figatowski (taxtech.blog, Mitteilung vom 10.12.18) weist noch auf eine zweite Anwendungsmöglichkeit von KI hin: Ein flächendeckender Einsatz von KI-Methoden könne auch helfen, Anomalien in Massendaten für steuerliche Zwecke zu entdecken. Gerade die Betrugsbekämpfung im Umsatzsteuerrecht sei ein dankbares Feld, weil auch hier eine Vielzahl von Transaktionsdaten überprüft werden müsse.

Quelle: ID 45663148