Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
logo logo und logo präsentieren:
MyIww MyIww
logo
Jetzt freischalten

·Arbeitsrecht zwischen Bits und Bytes

Arbeiten im digitalen Zeitalter – wo es hakt und was getan werden sollte

Bild: © Sikov - stock.adobe.com

von Rechtsanwaltsfachangestellter Christian Noe, B. A., Leipzig

| Gesetze klug den digitalen Zeiten anpassen, das sind oft richtig lange Prozesse. Das ist anschaulich zu betrachten am Arbeitsrecht, das neuen Beschäftigungsformen und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt hinterher hastet. Wie genau zeigt sich das und warum ist die Kreativbranche besonders betroffen? Gerade dieser Wirtschaftszweig wird immer wieder unterschätzt. |

 

Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin brand eins geht Rechtsanwalt Tobias Schommer auf zentrale Fragen ein. „Zur Selbstbestimmung zählt die Selbstverwirklichung, gerade in kreativen, selbstbestimmten Berufen. Und in diesen Bereichen passt das Arbeitsrecht heute nicht mehr.“ so Schommer. Der Jurist berät klassische Produktionsbetriebe, Dienstleister und Werbeagenturen oder Start-ups. Die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland wird immer noch unterschätzt. Im Jahr 2017 hatte sie erneut einen deutlichen Beschäftigungszuwachs zu verzeichnen, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im November mitteilte. Demnach waren im Jahr 2017 in Deutschland 1.157.683 Selbstständige und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in diesem Wirtschaftszweig tätig. Rund 250.000 Unternehmen sind in Deutschland im Sektor der Kultur- und Kreativwirtschaft unterwegs.

 

Die Krux ist: Die Arbeitswelt 4.0 zeigt sich nicht nur in den regelmäßigen Prognosen, welche Aufgaben und Arbeitsplätze wegfallen könnten. Automatisierung und künstliche Intelligenz sorgen schon jetzt dafür, dass sich viele Mitarbeiter umstellen müssen und viel enger mit vernetzter Unternehmenssoftware oder assistierenden Robotern zusammenarbeiten. Dem Gesetzgeber muss dabei der Spagat gelingen, Arbeits-, Arbeitszeit- und Mitbestimmungsrechte auch in der digitalen Arbeitswelt zu verankern und dabei wirkungsvoll anzupassen.

 

Weiterführende Hinweise

Quelle: ID 45634193