Ausgabe 03/2003, Seite 5

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Arzthaftung

Kein Schmerzensgeld vom Zahnarzt bei schmerzhafter Kronenbehandlung

Schmerzen, die bei der Präparation zu überkronender Zahnstümpfe entstehen, lösen keine Schmerzensgeldansprüche aus, wenn der Patient in die Behandlung eingewilligt hat. Solche Schmerzen sind eine bei einer derartigen Behandlung nicht seltene Begleiterscheinung. Dies hat das Amtsgericht Daun mit Urteil vom 29. Januar 2003 (Az: 3 C 332/02; nicht rechtskräftig) entschieden.

Die Richter weiter: Es ist auch nicht fehlerhaft, wenn der Zahnarzt – trotz der Schmerzen – eine Krone endgültig einsetzt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Schmerzen abklingen. Vereinzelt entwickelt sich zwar eine Pulpitis, die eine Wurzelbehandlung erforderlich macht. Dies führt jedoch nicht zu zusätzlichen Schmerzen, da die Wurzelbehandlung auf jeden Fall erforderlich ist, selbst wenn die Krone nur vorläufig eingesetzt wird. Die Richter wiesen daher die Klage einer Patientin ab, bei der sich eine derartige Pulpitis entwickelt hatte.

Quelle: Zahnärzte-Wirtschaftsdienst - Ausgabe 03/2003, Seite 5

Quelle: Ausgabe 03 / 2003 | Seite 5 | ID 109052