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· Fachbeitrag · Sozialversicherung

Keine Künstlersozialabgabe für Leistungen einer Agentur-OHG

| Für Leistungen an eine Werbeagentur, die in der Rechtsform der offenen Handelsgesellschaft (OHG) firmiert, entsteht keine Künstlersozialabgabe. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) klargestellt. |

 

Laut BSG unterliegen Zahlungen an eine als OHG betriebene Werbeagentur für die Erstellung von Werbemitteln nicht der Künstlersozialabgabe. Sie sind nicht als Entgelt für Werke oder Leistungen von „selbstständigen Künstlern“ im Sinne von § 25 Künstlersozialversicherungsgesetz anzusehen. Eine OHG sei gewerblich geprägt, in der Regel würden nicht alle OHG-Gesellschafter gemeinsam als selbstständige Künstler oder Publizisten mitwirken (BSG, Urteil vom 16.7.2014, Az. B 3 KS 3/13 R; Abruf-Nr. 142916).

 

PRAXISHINWEISE |  

  • Künstlersozialabgabe müssen Sie abführen, wenn Ihnen zum Beispiel ein Webdesigner Ihre Homepage pflegt, ein Grafiker Ihre Geschäftsunterlagen modernisiert oder ein Journalist Pressearbeit für Sie leistet.
  • Ab dem Jahr 2015 beträgt der an die Künstlersozialkasse abzuführende Betrag 5,2 Prozent des Nettohonorars. Keine Beiträge müssen Sie abführen, wenn Sie unter der Bagatellgrenze von 450 Euro Honorar bleiben.
  • Nicht beitragspflichtig sind Sie ferner, wenn Ihr Auftragnehmer in der Rechtsform der GmbH, OHG oder KG firmiert. Zahlungen an eine GbR sind dagegen wie Zahlungen an einzelne Künstler zu werten, wenn die GbR-Künstler ihre Leistung gemeinsam erbringen - sie sind damit abgabenpflichtig.
Quelle: Ausgabe 01 / 2015 | Seite 3 | ID 43128957